Einige grundsätzliche Hinweise
Eine Halle voller Module, Alsfeld 2006 - 25 Jahre Fremo / Foto: R√ľdiger B√§cker

Grundsätzlich gibt es mehrere mögliche Vorgehensweisen, wie den kompletten Selbstbau, die Verwendung von Modulbausätze oder eine Kombination aus beiden.

Dabei gilt es zu bedenken, dass die Technik, wie man ein Modul baut, sich im FREMO √ľber viele Jahre hinweg entwickelt hat. DIE EINE UND BESTE Methode um ein Modul zu bauen gibt es nicht: es haben sich verschiedene Methoden bew√§hrt.

Auf jeden Fall bewährt haben sich die gelaserten Stirnprofile aus dem FREMO-Bauchladen. Diese Präzision der Kontur des Profils bekommt man von Hand kaum hin.

Ausdr√ľcklich sei auch auf die Modulbaus√§tze von Harald Brosch (Internet: www.williwinsen.de) hingewiesen. Wer einen solchen Bausatz kauft, bekommt einen kompletten Modulkasten, mit Endprofilen, Seitenw√§nden und Trassenbrett. Die Baus√§tze lassen sich einfach montieren und damit kommt man (vor allem auch der Anf√§nger) schnell zum Ziel. Allerdings soll auch darauf hingewiesen werden, dass es bei diesen Modulbaus√§tzen inzwischen verschiedenste Ausf√ľhrungen gibt.

Generell muss man sich vorab Gedanken dar√ľber machen, was man eigentlich bauen will. Module stellen oft eine eingleisige Strecke dar. Es gibt inzwischen aber auch mehr und mehr zweigleisige Strecken.

Bei der Frage, was auf dem Modul dargestellt werden soll, sind einige Grunds√§tze zu beachten. So sollten Stra√üen und Wasserl√§ufe nicht in Gleisrichtung bis zu den Endprofilen gef√ľhrt werden, da die fehlende Weiterf√ľhrung auf dem Nachbarmodul st√∂rend wirkt.
Es wird empfohlen, auf jedem Modul nur eine ?besondere? Situation darzustellen, so kommen diese besser zur Geltung und machen sich nicht gegenseitig Konkurrenz.

Auch Module ohne besonderen Höhepunkt sind in jedem Arrangement willkommen, gibt es doch auch in der Realität einfach nur ?langweilige Strecke?.

Zu beachten ist auch, das 1 Meter Modul nur 87 Meter Vorbildstrecke entspricht und die Breite von 50 cm letztlich nur 22 Meter rechts und links der Strecke darstellt. In einem solchen Ausschnitt wird man auch in Natura nicht so viele unterschiedliche Dinge sehen.

Bedenken muss man auch die Transport- und Lagerungsfrage. Wie kommt das Modul zu einem Treffen und wo wird es gelagert, wenn es nicht im Einsatz ist? Das hat u. a. Auswirkungen auf die Länge und ggf. den Gleisradius.

Noch ein paar Empfehlungen
Beim Aufbau m√ľssen alle mit ran, man kann aber viel dabei lernen.... Foto: R√ľdiger B√§cker
  • Nicht gleich drauflos bauen, erst mal auf Treffen schauen, was und wie andere gebaut haben.
  • Leute fragen und Ideen und Gedanken austauschen. Wer einmal bei Auf- und Abbau eines Treffens dabei war, wei√ü, wie er bei den eigenen Modulen vorgehen sollte. Man lernt sehr schnell, was man machen oder besser lassen sollte.
  • Ganz wichtig ist auch, sich selber erst einmal zur√ľckzunehmen, sprich nicht zu viel auf einmal vornehmen. Alles, was man baut, muss man irgendwann einmal transportieren, aufbauen, abbauen und wieder verstauen.

Es ist im Zweifelsfall besser, vielleicht ?nur? 3-4 ordentlich gebaute und funktionssicheren Module zu haben, als wenn jemand mit einem ganzen Sack von nur mäßig realisierten Träumen unterwegs ist.

Die Entwicklung geht am besten Schritt f√ľr Schritt. Es spricht absolut nichts dagegen, zum Start erst einmal ein kurzes, gerades Streckenmodul zu bauen. Auch ein Modul mit 80 cm gerader Strecke bietet viele M√∂glichkeiten zu lernen.