Schwellenrost ist nach der Anlage R10d, Ausgabe 1950

Von Hartmut Schirrmacher stammt das erste Kleinserien-Stahl-Schwellenrost.

Zum Modell

Mit kleineren Abstrichen, fehlende Nachbildung der Kr├Âpfung der Schwellen, kann der vorliegende Schwellenrost ab ca. 1935 verwendet werden.

Mit dem vorliegenden Schwellenrost lassen sich sowohl 15m als auch 30m Gleisrahmen nachbilden, und mit einem h├Âheren Aufwand auch 60m Gleisrahmen.

Der Schwellenrost hat eine ?30m Seite? und eine ?15m Seite?, so dass die unterschiedlichen Schwellenabst├Ąnde zur Doppelschwelle hin ber├╝cksichtigt sind.

Kompromiss: nur bei 30m Gleisrahmen ist der Mittelschwellenabstand von 655mm richtig (andere 650mm)

Verarbeitung:

  • Schwellenroste erst mit Waschbenzin und dann mit ?Prilwasser? mittels einer Zahnb├╝rste abwaschen und abb├╝rsten um Reste des Formtrennmittels zu entfernen.
    Dies ist unbedingt notwendig, damit sp├Ąter auch die Farbe h├Ąlt.
  • Je nach Verwendung in der Geraden oder im Bogen m├╝ssen die Verbindungsstege herausgetrennt werden.

Die k├╝rzeren Ausgleichsschienen werden im Bogeninneren verwendet, daher sind bei Verwendung im Bogen die inneren und mittleren Stege zu entfernen. Beim Nachbilden von 30m und 60m Gleisrahmen ist beim Entfernen der Stege auf die sp├Ątere Lage der Schwellenb├Ąnder zueinander zu achten!
In der Geraden, vor allem bei Streckengleisen, sollten die mittleren Stege ebenfalls entfernt werden, da ansonsten die Schotter├╝berdeckung ├╝ber den Stegen zu gering ausfallen kann.

Bild: Hartmut Schirrmacher

Das Heraustrennen der Stege erfolgt z.B. auf einer Hartholzunterlage mit einem stabilen Messer. Klinge an Schwellenseite auf ganzer Breite des Zwischensteges ansetzen und dr├╝ckend schneiden, geht ganz einfach.
Bew├Ąhrt hat sich hierf├╝r z.B. Fohrmann Pr├Ązisionsmesser (Art. Nr. 54550) mit 30┬░ oder 45┬░ Schneide.

  • Schwellenroste je nach gew├╝nschter Rahmenl├Ąnge nach beiliegendem Plan k├╝rzen.
  • Schienenprofile einziehen und Gleis nach bew├Ąhrter Vorgehensweise z.B. mit Montagekleber auf das Trassenbrett aufkleben.
  • Bei Modulenden nach Abschnitt 3.2.2 des FREMO87-Modulbauhandbuch verfahren.
  • Stromkabel unter die Profile l├Âten, dies muss z├╝gig geschehen, damit dabei die Kunststoffschwellen und Kleineisen nicht besch├Ądigt werden, evtl. Schienenprofil mit nassen Taschentuch beiderseits der L├Âtstelle k├╝hlen.
  • Schwellenrost mit Profilen mit Spritzpistole grundieren, z.B. Weinert Grundierung.
  • Lackieren des Gleises mit Rostfarbe.
Das Gleis nach der farblichen Behandlung.

Hierzu eignen sich z.B. Revell Nr.83 (Rost), M+F 13023 oder Modellmaster 1736e ?Leather?, es sollten einige Versuche unternommen werden um einen gef├Ąlligen Rost-Ton zu erzielen. Das Lackieren sollte unbedingt in sehr d├╝nnen Farbschichten mit der Spritzpistole erfolgen. Stahlschwellengleise haben je nach Lage, ob im Wald oder auf freier Stecke, Dampf ?Dieselbetrieb etc. unterschiedliche Rost- T├Âne und Verschmutzungsgrade, dies ist zu ber├╝cksichtigen.

Getestet ist das Schwellenband mit Code-70-Gleis von Schuhmacher. Ob das Code 83 Profil noch den gleichen Fuss hat, bedarf noch der Kl├Ąrung, aber auch so (Code70) fahren RP25 Fahrzeuge ohne "rattern" dr├╝ber.

Alle weiteren Arbeiten wie gewohnt oder z.B. nach den schon erw├Ąhnten
FREMO:87- Modulbauhandbuch (www.fremo-87.de) durchf├╝hren.

Quellen:
[1.] Der neue Oberbau der Deutschen Reichsbahn und der Gruppe Preussen
Gustav Wulfert; dritte ├╝berarbeitet Auflage 1935

[2.] Oberbau f├╝r Schmalspur und Industriebahnen
Eugen Vasarhelyi; 2. erweiterte Auflage 1952

Kontakt: Hartmut Schirrmacher ist per Mail unter: hartmut.sch(at)gmx.de zu erreichen.