Ein Gehäuse für den Uhrentaktgeber
Kompakt und ordentlich beschriftet - die Heimat für Uhrentaktgeber und Netzgerät - Foto: Rüdiger Bäcker

Eine der vielen Entwicklungen, die durch FREMO-Mitglieder entstanden sind, ist der Uhrentaktgeber von Bernd Wisotzki. Die Dokumentation dazu findet man im Web unter der Adresse http://fremocom.sourceforge.net/fremoclock/kern.php.

Hier geht es aber nicht um den Bau des Taktgebers, sondern ich möchte dokumentieren, wie ich die Stromversorgung gelöst und das Ganze mit einm Gehäuse versehen habe. Die Folie für die Frontplattenbeschriftung, sowie alle notwendigen Bohr- und Fräszeichnungen sind hier als Download in Form von PDF-Dateien verfügbar.

Kompakt und ordentlich

Mein Ziel war es, den Uhrentaktgeber und die dazugehörige Stromversorgung kompakt und ?ordentlich? in ein Gehäuse zu setzen. Dann sollte das Ganze auch noch ordentlich beschrift sein, damti man in der ?Hektik? eines Treffens schnell dazu kommt, das es heißt ?Uhr läuft?. Wenn ich übrigends von Stromversogung spreche, meine ich nicht nur die Stromversorgung für den Uhtrentaktgeber, sondern auch die, für die angeschlossenen Uhren. Damit gibt es ein paar Anforderungen an das Netzgerät.

Ich habe als Gehäuse das AUS 33 von TEKO verwandt. Das gibt es bei Reichelt. Es handelt sich um ein Polystrolgehäuse der Serie AUS 33.5 mit Lüftungsschlitzen im Unterteil und im Deckel. Front- und Rückenplatte sind je aus 1mm starken Aluminium.

Als Netzteil verwende ich ein Schaltnetzteil, geschlossen, 12V / 2,1A / 25W. Das gibt es ebenfalls bei Reichelt.

Trägerplatte für die einzelnen Teile

Um das Netzgerät und den Uhrentaktgeber stabil in das Gehäuse einsetzen zu können, habe ich eine zusätzliche Polystorolplatte verwandt. Diese wird mit entsprechenden Bohrungen für die Befestigung im Gehäuse und für die Befestigung von Uhrentaktgeber und Netzgerät versehen. Den Bohrplan gibt es unten als PDF-Download.

Auf diese Platte werden dann das Netzgerät und der Uhrentatkgeber geschraubt.

Foto: Rüdiger Bäcker

Die Standard-Besfestigungspunkte im Gehäuse reiche leider nicht...

Die Zwischenplatte - Foto: Rüdiger Bäcker

Eine zusätzliche Montageplatte aus Polystyrol schafft Abhilfe (hier noch ohne die Bohurngen)

Foto: Rüdiger Bäcker

Die gebohrte Platte hat nun genügent Löcher zur Befestigung im Gehäuse und für die Montage des Netzteils und des Uhrentakgebers. Insgesamt wird die ganze Sache dadurch auch noch stabiler.

Die Frontplatte
Frontplatte sauber beschriftet - Grafik: Rüdiger Bäcker

Bei der Frontplatte ist einiges an Bearbeitung erforderlich. Insbesondere der Ausschnitt für das Display macht etwas Arbeit. 

Wenn man sich die Mühe macht, die Frontplatte noch ordentlich zu beschriften, ist dann später aber die Bedienung leichter und das Ganze sieht ordentlich aus.

Die Zeichnung für die Frontplatten-"Löcher" - Foto: Rüdiger Bäcker

Damit die Bohrungen und insbesonderer der Ausschnitt für das Display leichter einzubringen sind, habe ich eine Zeichnung erstellt (Download unten als PDF), die auf die Fronplatte geklebt wird. 

So kann alles sauber und am richtigen Platz angezeichnet werden.

Displayausschnitt zum Fräsen bereit.... - Foto: Rüdiger Bäcker

Nachdem die Löcher für die Taster gebohrt sind, muss noch der Ausschnitt für das Display eingebracht werden. Ich habe das mit einer Fräse gemacht, man kann aber auch sägen, wobei dann ganz besonders sauber gearbeitet werden muss.

Die Kontur des notwendigen Ausschnitts wurde anhand der aufgeklebten Zeichnung eingeritzt und dient nun als Vorlage für das anschließende Ausfräsen.

Foto: Rüdiger Bäcker

Unter die Frontplatte habe ich ein 4mm-Sperrholzbrettchen gespannt, das schützt den Frästisch.

Auf diese Weise läßt isch der notwendige Ausschnitt für das Display sauber herstellen.

Eine "besondere Behandlung" benötigt die Schraube, die zur Erdung der Frontplatte benötigt wird. Das dafür vorgesehene Loch muss gesenkt werden und es muss eine Senkkopfschraube eingesetzt werden, die auf der Innenseite mit einer Mutter befestigt wird. Daran wird dann später der Erdleiter mit einem Kabelschuh und einer weiteren Mutter zwischen zwei Unterlegscheiben angeklemmt.

Der Anschluß des Erdleiters an der Front und Rückplatte ist sehr wichtig!

Die laminierte Frontplattengrafik wird aufgeklebt - Foto: Rüdiger Bäcker

Zur Beschriftung der Frontplatte habe ich die oben schon gezeigte Grafik erstellt.

Ich habe das dann so gemacht, dass ich die Grafik laminiert habe und so auch einen Schutz der Beschriftung bekommen habe.

Die Grafik habe ich dann mit Pattex auf die Aluplatte geklebt. Die Bohrungen für die Taster müssen dann wieder geöffnet werden.
Den Ausschnitt für das Display habe ich von hinten durch die Aluplatte mit einem Skalpell wieder geöffnet.
Über die Bohrungen kann auch die Positionierung beim Aufkleben erfolgen. Der Abdeckrahmen für das Display hilft zusätzlich dabei.

Foto: Rüdiger Bäcker

So sieht dann die Frontplatte mit der laminierten und aufgeklebten Frontplattengrafik aus.

Dir Rückseite mit den notwendigen Öffnungen - Foto: Rüdiger Bäcker
Die Platte für die Rückseite

In die Alu-Platte auf der Rückseite sind auch noch Öffnungen einzubringen. Es bedarf dort einer Ausfräsung für die Anschlußbuchsen zum Loconet (werden eigentlich noch nicht benötigt, aber man weiß ja nie....) und Bohrungen für die Buchse zu den Uhren, sowie für das Netzkabel.

Dafür gibt es ebenfalls eine Zeichnung für die Übertragung der Maße und Positionen, die ebenfalls unten als PDF zum Download bereitsteht.

Auch hier gibt es eine entsprechende Schraube zur Befestigung eines Erdleiters.

Einbau Grundplatte/Verkabelung

Wenn die Bearbeitung der Front- und Rückseite erfolgt ist und die Taster, etc. dort eingebaut sind, kann die Verkabelung erfolgen. Der Uhrentatkgeber wird entsprechend Anleitung verkabelt und das Netzgerät bekommt den Stromanschluß.

Anschluß der Erdleiter nicht vergessen.

ACHTUNG! NETZSPANNUNG, das darf nur ein Fachmann!

Alles eingebaut und verkabelt, der Anschluss der Erdleiter ist separat erläutert - Foto: Rüdiger Bäcker
Anschluss Erdleiter - Skizze: Rüdiger Bäcker
Erdleiter-Anschluss

Die Bedeutung wurde schon erwähnt, hier eine Skizze, wie die Verdrahtung erfolgen kann.

Der Erdleiter de Netzanschlußkabels wird direkt auf das Netzgerät gelegt. Dort können zwei Adern untergeklemmt werden. Eine weitere Leitung geht von dort auf eine Lüsterklemme und von dort wird zur Front- und Rückplatte verzweigt.

Betrieb mit 12V-Uhren

Die hier beschriebene Version ist nur für den Betrieb von Uhren mit 12V-Versorgung geeignet. Im FREMO werden, insbesondere bei grösseren Treffen auch Uhren mit 24V-Versorgung eingesetzt. Dazu hat Jochen Leisner am 25.06.2010 entsprechende Erläuterungen in FREMOINTERN in seinem Beitrag "Uhrenanlagen - generelle Anmerkungen" gepostet.

Downloads

Hier gibt es nun die erwähnten Downloads. Dies sind im einzelnen:

  • Die Grafik für die Bohrungen und Ausfräsung in der Frontplatte
  • Die Frontplatten-Beschriftungsgrafik
  • Die Grafik für die Bohrungen und Ausfräsung in der Rückseite
  • Die Trägerplatte

Beim Ausdruck der PDF´s bitte unbedingt darauf achten, das die Ausdrucke nicht auf die Seite angepasst werden, dazu entsprechende Druckereinstellungen wählen!

Uhr läuft!

Wenn alles gut geklappt hat - Viel Spaß!